Rom - Hardys Reise-Homepage

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Europa

 Rom










Rom ist weder an einem Tag erbaut,

noch hat man in einer Woche alles gesehen
(2009 - 2011)




Selbst nachdem wir zweimal für jeweils eine Woche in Rom waren, wurde uns bewusst, dass wir immer noch nicht alles gesehen hatten. Rom gehört zu den Städten in Europa, die man wahrscheinlich mehrfach besuchen kann, ohne dass man Gefahr läuft, das Gefühl zu bekommen, alles vielleicht schon mal gesehen zu haben. Rom ist so groß, so wunderbar und vielfältig und geschichtlich so imposant, dass man aus dem Staunen nicht rauskommt.

Trevi - BrunFontana di Trevi nen

Fontana di Trevi ist einer der berühmtesten Springbrunnen von Rom. Seinen Namen hat der Trevibrunnen wegen seines Standortes: er befindet sich an der Kreuzung von drei Straßen, was auf italienisch "tre vi" genannt wird.

In der Mitte des Fontana di Trevi reitet Neptun in einer von zwei Tritonen gezogenen Muschel.

In den Abendstunden entsteht durch die indirekte Beleuchtung des Brunnens eine ganz besondere Atmosphäre des Lichts und der Ruhe.


Die weltberühmte Spanische Treppe mit ihren 138 Stufen an der Piazza di Spagna zählt zu den beliebtesten Treffpunkten von Touristen und den Einwohnern Rom's.

Sie entstand in den Jahren 1723 - 1726 unter dem Pontifikat des Benedikt XIII. Orsini. Eigentlich müßte sie Französische Treppe heißen, denn der französische Gesandte Etienne Gueffier hat bei seinem Tod im Jahre 1661 für den Bau der Treppe einen beträchtlichen Geldbetrag hinter-lassen.

In den schmalen Gassen rechts und links der Spanischen Treppe findet man zahl-reiche kleine, aber sehr gute Restaurants.

Spanische Treppe

Piazza die Spagna - die Spanische Treppe

Eigentlich heisst die Spanische Treppe in Rom Scalinata di Trinità dei Monti. Der deutsche Name leitet sich von der Piazza di Spagna ab, die am Fuß der Treppe liegt. Sie gilt als eine der bekanntesten Freitreppen der Welt.

Zwischen der Kirche Santa Tinità dei Monti im oberen Bereich der Treppe und der Piazza di Spagna befand sich zu Zeiten von Papst Innozens XIII im mittlerweile gut bebauten Stadtgebiet ein wild bewachsener Hang.

Der Papst verfügte, dass eine Treppe gebaut werden solle, mit der Treppe sollte ein feierlicher Aufstieg zur Kirche möglich werden.


Am Fuße der Spanischen Treppe befindet sich auf der Piazza di Spagna ein Springbrunnen in Form eines Bootes - Fontana della Barcaccia. Diesen Brunnen hat der Bildhauer Bernini in den Jahren 1628 und 1629 erschaffen.

Angeblich wurde ein Kahn während einer Tiberüberschwemmung an den Weih-nachtstagen des Jahres 1598 hierher getragen und blieb beim Zurückweichen der Flut liegen.
Diese Geschichte hat Bernini inspiriert, den Brunnen in Kahnform anzulegen.

Fontana della Barcaccia


Die Piazza Spagna bezog ihre Bedeutung vor allem von der spanischen Botschaft beim Vatikan, die hier ihren Sitz hat. Der Platz vor der spanischen Botschaft war spanisches Hoheitsgebiet, und jeder Ausländer, der sich dort ohne Genehmigung aufhielt, konnte zum Dienst in der spanischen Armee verpflichtet werden. Auch ein Asylrecht gegenüber dem Vatikan konnte hier gewährt werden.

Piazza Repubblica
Der Piazza Repubblica -  ein lebhafter und zentraler Punkt Rom's nah des Termini


Colosseum

Das Colosseum mit Blick in die ehemaligen Gänge und Räume, die unterhalb des damals sichtbaren Bodens der Arena waren


Nach Fertigstellung im Jahre 80 n.Chr. wurde das Colosseum mit hunderttägigen Spielen eröffnet, u.a. mit Gladiatoren-kämpfen, nachgestellten Seeschlachten und Tierhetzen, bei denen 5000 Tiere in der Arena getötet worden sein sollen.

Das ausgeklügelte Eingangssystem mit seinen zahlreichen Treppen und um-laufenden Korridoren ist so bis heute bei Stadionbauten gebräuchlich.

Damit war es möglich, das Colosseum in 15 Minuten mit Zuschauern zu füllen und es in nur fünf Minuten auch wieder zu leeren.

Colosseum

Hier soll damals so viel wie an keinem anderen Ort der Welt gestorben worden sein - Schätzungen reichen bis hin zu 500.000 Menschen, die hier ihr Leben verloren. Ursprünglich bestand das Colosseum aus drei übereinander angeordneten Arkadenreihen zu je 80 Bögen. Titus ließ dann noch ein viertes Geschoss hinzufügen, allerdings nicht mit Arkaden, sondern es wurde massiv gebaut und war nur von rechteckigen Fensternischen durchbrochen. Für die Außenmauern wurde Travertin verwendet, für die inneren Mauern allerdings nur Ziegel und Tuff.


Konstantinsbogen auf der Via Triumphalis

Der Konstantinsbogen überspannt die Via Triumphalis und befindet sich direkt neben dem Colosseum. Er wurde zu Ehren des Kaisers Konstantin in Würdigung seines Sieges über seinen Widersacher Maxentius im Jahre 312 begonnen und 315 fertiggestellt.

Die Via Triumphalis nutzten die Triumphatoren, wenn sie vom Circus Maximus kommend den Palatin umrundeten, um von dort über die Via Sacra zum Forum und zum Kapitol zu gelangen.

Ursprünglich soll sich auf dem Konstantinsbogen noch eine Quadriga befunden haben, die aber durch den kriegerischen Westgoteneinfall im Jahre 410 oder durch einen Überfall im Jahre 455 abhanden gekommen sein soll.


Der Circus Maximus war der größte Circus im antiken Rom und galt als Veran-staltungsort von Wagenrennen.

Er hatte eine Gesamtlänge von 600 Metern sowie eine Breite von 140 Metern. Es war damit das größte Veranstaltungsgebäude aller Zeiten. Sein Fassungsvermögen betrug im Ausbaustand zur Zeit Caesars 145.000 Plätze und soll in der Spätantike bis auf 385.000 Plätze ausgebaut worden sein.

Die Wagenrennen im Circus Maximus waren öffentliche Veranstaltungen, die im Rahmen von Feierlichkeiten auf Staatskosten veranstaltet wurden. Zu Zeiten der römischen Republik bestand ein tagfüllendes Programm aus 12 Rennen. In der römischen Kaiserzeit wurde diese Zahl auf 24 erhöht.

Circus Maximus

Engelsburg

Ursprünglich war die Engelsburg in Rom durch den römischen Kaiser Hadrian (76-138) als Mausoleum gebaut worden und wurde Hadrianeum genannt.

Seinem Wunsch entsprechend sollten hier einmal seine sterblichen Überreste und die seiner Nachfolger beigesetzt werden. So liegen hier auch die Gebeine der Kaiser Mark Aurel, Caracella und Commodus.

Den Namen Engelsburg erhielt das Hadrianeum erst um 590. Angeblich soll hier zu dieser Zeit auch der Erzengel Michael erschienen sein, um das Ende einer Pest zu verkünden, die dann auch tatsächlich endete. Im Italienischen heißt sie Castel Sant’Angelo bzw. Mausoleo di Adriano.

Panoramafoto, Blick von der Engelsburg Richtung Petersdom

Panoramafoto, Blick von der Engelsburg

Später, im 16. Jahrhundert,  war die Burg dann Zufluchtsort der Päpste während der Plünderung der Stadt und diente auch im weiteren Verlauf der Jahrhunderte immer wieder als Zufluchtsort, aber auch als Ort des Schreckens war sie bekannt, denn hier wurden während der Inquisition auch Menschen gefoltert und eingesperrt.

Platz vor dem Petersdom

Im Jahre 1506 wurde in Rom der Grundstein für den Petersdom gelegt und erst nach fast 120 Jahren Bauzeit war die heute zweitgrößte christliche Kirche der Welt fertig.

Vorher befand sich an dieser Stelle eine Basilika, die Kaiser Konstantin 324 n.Chr. zu Ehren des Apostel Petrus erbauen ließ. Unter der Basilika soll 64 n.Chr. Petrus, der Vorläufer aller Päpste, begraben worden sein. 1500 n.Chr. waren alle Nischen und Winkel der Basilika mit Gräbern gefüllt und Papst Julius II, auf der Suche nach nach einem geeigneten Platz für seine eigene Ruhestätte, ließ daraufhin die 1200 Jahre alte Basilika abreißen und den Petersdom bauen.

Michelangelo wirkte an der Planung der damals größten Kirchen der Welt mit. Für den Bau des Petersdom wurde auch wertvoller Marmor des Colosseum verwendet. Finanziert wurde der Petersdom u.a. durch die so genannten Ablaßbriefe, die den Erlaß der Sünden versprachen.
Martin Luther übte starke Kritik gegen den geschäftsmäßigen Handel dieser Ablassbriefe. Für seine Kritik wurde Luther aus der Kirche ausgeschlossen. So entstand die evangelisch – lutherische Konfession.

Die doppelschalige Kuppel des Petersdom gilt als das größte freitragende Ziegelbauwerk der Welt. Sie hat einen Durchmesser von etwa 43 Meter. Die Kuppel ist das letzte große Werk Michelangelos, der allerdings die Fertigstellung der Kuppel nicht mehr erlebte.

Die Höhe der Kuppel vom Boden gemessen beträgt ca. 136 Meter. Die Kuppel ist im inneren Teil des Doms begehbar, am unteren Rand der Kuppel ist ein schmaler Gang, von dem aus sich ein fantastischer Blick in den Innenbereich des Doms bietet.

Kuppel im Petersdom

Kuppel des Petersdom

Die Spitze der Kuppel ist auf über 500 Stufen zu erreichen und bietet einen hervorragenden Panoramablick auf den Vatikanischen Komplex und das umgebende Rom.

Allerdings besteht die Möglichkeit, den ersten Teil mit einem Fahrstuhl zu bewältigen.
Anschließend erreicht man vom Fahrstuhl aus die kleine Treppe (links im Bild) und muss von dieser Stelle aus nur noch 320 Stufen bis zur Spitze laufen.

Auf dem folgenden Bild erscheint der Platz vor dem Petersdom sehr klein.


In Wirklichkeit ist es ein riesengroßer Platz und nur daran, dass die Menschen auf dem Foto nur als winzige Punkte erkennbar sind, läßt sich erahnen, wie groß der Platz wirklich ist.

Der Besuch der Kuppelspitze ist ein Muss, auch wenn man dafür mehr als 500 Stufen, oder mit Fahrstuhl nur 320 Stufen, gehen muss. Ein grandioser Rundumblick auf das gesamte Rom belohnt die Mühe des sowohl anstrengenden als auch interessanten Weges.

Je weiter man nach oben zur Kuppelspitze läuft, umso schräger wird der schmale Gang der doppelwandigen Kuppel und irgendwann muss man sich seitlich etwas mit der Hand abstützen, um weiter nach oben zu kommen.

Blick von der Kuppel des Petersdom

Forum Romanum

An der Stelle des späteren Forum Romanum befand sich bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. eine sumpfige Ebene, die sich zwischen Palatin und Kapitol erstreckte und von den frühen latinischen Siedlern als Begräbnisstätte verwendet wurde. Erst durch Anlage der Cloaca Maxima konnte der Sumpf ausgetrocknet werden.

Um 490 v. Chr. wurden zwei Tempel im Tal erbaut. Dadurch entwickelte sich das Forum schnell zum Zentrum der jungen Stadt. Neben diesem Platz wurde bald ein zweiter Platz angelegt, das Comitium. Hier wurde zunächst der größte Teil der römischen Politik gemacht. 145 v. Chr. wurde das politische Geschehen vom Comitium wieder auf das Forum zurückverlagert.

Nach dem Tode Caesars wurde das Comitium dann endgültig aufgelöst und das Forum stark erweitert. Später wurde unter Kaiser Augustus das Forum stark umgestaltet und durch die umfangreiche Verwendung von Marmor entstand so ein äußerst prunkvoller Platz. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reichs geriet das Forum Romanum in Vergessenheit und wurde mehr Legende als Erinnerung. Es trug zeitweilig den Namen Campo Vaccino („Kuhweide“). Erst in der Renaissance gingen die meisten Bauwerke durch Plünderung als Steinbruch unter anderem auch für den Petersdom verloren.

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