San Francisco - Hardys Reise-Homepage

Hardy
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USA - Städte

  San Francisco















If you're going to San Francisco
Be sure to wear some flowers in your hair
(Scott McKenzie)

Citytour San Francisco


Es ist heute nicht mehr zwingend erforderlich "some flowers in your hair" zu tragen, wenn Sie nach San Francisco kommen, so wie es Scott McKenzie in seinem weltberühmten Song "San Francisco" empfohlen hat, aber es würde Ihnen sicherlich auch niemand übel nehmen, höchstens wird man vielleicht ein bisschen schmunzeln. Jedem Besucher der wunderschönen Stadt San Francisco wird aber vermutlich irgendwann während seines Aufenthaltes dieser Song mal kurz durch den Kopf gehen.

Ein anderes sehr bekanntes Lied "It never rains in southern california" von Albert Hammond sollte man sehr wörtlich nehmen. Ich meine den Hinweis auf 'southern California', denn in San Francisco gibt es nicht viel Sonnentage im Jahr. Wenn während eines Aufenthaltes in San Francisco die Sonne scheint, sollte man sehr dankbar sein. Ein Onkel von mir, der viele Jahre in den Twin Peaks lebte, hatte mir mal erzählt, dass man San Francisco auch als 'die kalte Stadt' bezeichnet. Wie recht er hatte, habe ich dann irgendwann mal festgestellt und ich war froh, dass am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge Straßenhändler waren, die Pullover verkauften. Ich habe auch einen gekauft.

Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge
Wer an San Francisco denkt, dem fällt auch sofort die zum Wahrzeichen von San Francisco gewordene Golden Gate Bridge ein und manche fragen sich, warum die Brücke Golden Gate Bridge heisst, obwohl sie doch von Beginn an rot angestrichen ist. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach - weil sich die Bezeichnung 'Golden' nicht auf die Brücke bezieht, sondern auf die Meerenge zwischen dem Pazifik und der Bucht von San Francisco.

Diese Meerenge trägt den Namen 'Golden Gate' (goldenes Tor). Sie ist etwa acht Kilometer lang und zwischen 1,6 und drei Kilometer breit. Die Meerenge erhielt ihren Namen in der Zeit des großen Goldrausches um 1848, also lange bevor die Brücke gebaut wurde, denn diese wurde nach etwa vierjähriger Bauzeit erst im Jahre 1937 fertiggestellt und den Namen 'Golden Gate Bridge' hat sie bekommen, weil sie das 'Golden Gate' überspannt.

Man sollte die Brücke möglichst wenigstens einmal zu Fuß überqueren. Nur dann hat man die Zeit, die herrliche Aussicht auf San Francisco und Alcatraz zu genießen.

Auf der Brücke ist ein Fußweg ausschließlich für Fußgänger angelegt, und zwar in nördlicher Richtung auf der rechten Seite, so dass man von hier aus einen ungehinderten und von jeglichem Verkehr störungsfreien Ausbllick hat. Auf der gegenüber-liegenden Seite der Brücke ist ein Radweg angelegt.

Wenn man die Brücke mit dem Auto befahren möchte (Toll fee), um vielleicht bis nach Sausalito oder ins Napa Valley zu fahren, sollte man auf jeden Fall auch einen kurzen Abstecher auf den Hügel links am Ende der Brücke machen. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick auf die gesamte Brücke mit San Francisco im Hintergrund.

Golden Gate Bridge
In San Francisco braucht man eigentlich kein Auto, dafür ist es viel zu reizvoll, die Stadt mit der Cable Car oder zu Fuß zu durchstreifen. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten in den USA ist hier der öffentliche Nahverkehr recht gut ausgebaut und man kann jederzeit auch Linienbusse nutzen.
Meistens kommt man jedoch mit dem Wagen in San Francisco an, wenn die Stadt nicht der Beginn einer Rundreise ist, sondern vielleicht das Ende einer Rundreise oder nur eine Zwischenstation. Dann taucht die Frage auf - wohin mit dem Wagen, denn Parken ist in San Francisco, wie in vielen anderen Großstädten in den USA, teuer. Die meisten Hotels lassen sich das Parken recht gut bezahlen und bei einem Aufenthalt von vielleicht einer Woche in San Francisco kann da ein schönes Sümmchen zusammenkommen. Es gibt aber bei den Hotels wenige Ausnahmen, wo das Parken sogar kostenlos ist. So ein Hotel hatte ich bei meinem letzten Aufenthalt 2013 gebucht, und zwar das Columbus Motor Inn in der 1075 Columbus Avenue. Das Hotel verfügt über ein zweistöckiges Parkhaus, die Rezeption befindet sich direkt an der Einfahrt zum Parkhaus. Es handelt sich um ein sehr schlichtes, aber ein sehr ordentliches Hotel und Frühstück gibt's nicht. Aber ganz in der Nähe, etwa drei Minuten Fußweg entfernt befindet sich in der Taylor St ein Cafe, in dem es Frühstück gibt und ganz in der Nähe befinden sich Food Stores, wo man sich morgens seine Frühstücksbrötchen etc. kaufen kann.
Ganz interessant an der Lage des Hotels ist vor allem aber in der Taylor St ein Endpunkt der Cable Car und dieser Haltepunkt ist nicht so stark von Touristen frequentiert, so dass man hier seinen "Wunschplatz" in der Cable Car recht gut bekommt. Von diesem Hotel ist der Hyde Park Pier nur etwa 0,5 Meilen entfernt und der bekannte kurvige Teil der Lombard St ist nur etwa 0,3 Meilen entfernt - also alles fußläufig gut zu erreichen. Ganz in der Nähe des Hotels, auch nur wenige Gehminuten entfernt, befinden sich übrigens auch einige sehr gute Restaurants.

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nachfolgend 23 Bilder von San Francisco

Cable Car
Als zweites fällt sicherlich jedem sofort auch die Cable Car ein, die einzige verbliebene Kabelstraßenbahn der Welt und die inzwischen als National Historic Landmark eingestuft ist. Die erste Linie der Cable Car ging bereits 1873 in Betrieb.
Auch sie ist untrennbar mit San Francisco verbunden. Eigentlich ist es ja fast eine normale Straßenbahn, aber es gibt doch gewaltige Unterschiede.
Ein Unterschied ist die Art des Antriebs, denn die Cable Car wird am unterirdisch verlegten langen Kabel gezogen und es gibt keinen "Straßenbahn-Fahrer", sondern eigentlich nur einen "Bremser" und der hat in der Tat eine Menge zu tun und das manchmal auch sehr kraftvoll, sehr spontan und dann jeweils verbunden mit hektischem lauten Geklingel der Cable Car-Glocke.

Cable Car
Soll die Cable Car Fahrt aufnehmen, dann senkt der Fahrer über einen Hebel Greifer, die das unterirdisch verlaufende Kabel anheben und in Klauen der Cable Car legen.
Je nachdem, in welcher Stellung der Hebel ist wird das Kabel mehr oder weniger in die Klauen gepresst. Wird das Kabel komplett in die Klauen gepresst, fährt die Cable Car an, gleichzeitig muss der Fahrer die Bremsen lösen. Soll die Cable Car stehen bleiben, geht alles umgekehrt - der entsprechende Hebel senkt das Kabel aus den Klauen nach unten und die Bremse wird angezogen.
Was aber mit das größte Unterscheidungsmerkmal für alle Fahrgäste der Cable im Gegensatz zu einer deutschen Straßenbahn sein dürfte, ist die Frage des
Platzes, wo sich der Fahrgast während der Fahrt aufhält. Denn im Gegensatz zu z.B. deutschen Straßenbahnen, wo jeder Fahrgast mehr oder weniger hektisch einen freien Sitzplatz sucht, bemühen sich bei der Cable Car die Fahrgäste mehr oder weniger hektisch um einen Stehplatz auf den Stufen der türlosen Zugänge zur Cable Car. Der Stehplatz ist neben der eigentlichen Transportmöglichkeit mit ein Grund, warum Fahrgäste die Cable Car nutzen möchten.
An vielen Endpunkten gibt es lange Warteschlangen, an den übrigen Haltepunkte nicht ganz so lange Warteschlangen. Man nimmt die Warteschlangen aber gern in Kauf, denn das Benutzen der Cable Car gehört in San Francisco einfach zwingend dazu.

Fisherman’s Wharf
Fisherman's Wharf
Fisherman’s Wharf ist eine der Hauptattraktionen für Touristen in San Francisco. Einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten befinden sich dort. Das Pier 39 ist dabei sicherlich einer der Hauptanziehungspunkte. Dann findet man dort The Cannery, eine alte Konservenfabrik der Firma Del Monte. Weiterhin befindet sich dort Madame Tussauds Wax Museum  und der Ghirardelli Square, eine alte Schokoladen-fabrik.
Restaurants laden zum Schlemmen ein und viele Geschäfte, Galerien und sogar Museen finden sich an der Fischerman's Wharf. In den Sommermonaten finden hier regelmäßig Open-Air-Veranstaltungen sowie Flohmärkte auf den Straßen statt.

Am Pier 39, an einem ehemaligen Bootsanlegesteg, haben sich bereits vor vielen Jahren ohne menschliches dazutun Seelöwen eingefunden. Seitdem halten die Seelöwen den Bootsanlegesteg für sich inne und sie lassen sich auch nicht durch die nahen Touristen in ihrem Ruhen stören. Auch die ständig ankommenden und ablegenden Sportboote an den unmittelbar benachbarten Bootsanlegestegen stören die Seelöwen nicht im Geringsten. Vermutlich haben sich beide Seiten im Laufe der Jahre aneinander gewöhnt und akzeptieren sich.

Am westlichsten Teil der Fisherman's Wharf befindet sich der San Francisco Maritime National Historic Park. Zum Park gehört  eine historische Schiffsflotte, ein Touristinformationszentrum, ein Schifffahrtsmuseum und eine wissenschaftliche Bibliothek. Der größte Teil mit den historischen Schiffen befindet sich am Hyde Street Pier. Gegen eine kleine Eintrittsgebühr können hier einige große historische Dreimaster und viele kleinere Boote besichtigt werden.

Am Hyde Street Pier befindet sich übrigens auch ein Turntable, eine Endstation der Cable Car und es ist angesichts des Maritime Parks nicht verwunderlich, dass gerade hier mit die längsten Warteschlangen auf die nächste Cable Car warten, mal abgesehen vom Turntable Powell St / Market St.

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nachfolgend 9 Fotos von Fisherman's Wharf
Alcatraz
Alcatraz
Von Fisherman's Wharf aus gehen auch die Fähren zur Gefängnisinsel  Alcatraz und zwar vom Pier 33. Es empfiehlt sich dringend, die Tickets für den Besuch der Gefängnisinsel online bereits lange vor Antritt der Ankunft in San Francisco zu bestellen. Vor Ort hat man in Hauptreisezeiten keine Chance, Tickets zu erwerben, mit denen man am selben Tag die Fahrt mit der Fähre nach Alcatraz antreten kann. Das Interesse der Touristen an einer Besichtigung der Insel ist sehr groß, entsprechend groß ist auch der Andrang in den Gebäuden von Alcatraz.
Gelegentllich trifft man ehemalige Gefängnisinsassen an, die den Touristen gern Auskunft geben und über ihre Zeit im Gefängnis auf Alcatraz berichten.

Zu den bekanntesten Insassen  von Alcatraz gehören sicherlich Robert Franklin Stroud, besser bekannt als "The Birdman of Alcatraz" und Alphonse Gabriel "Scarface" Capone, kurz Al Capone genannt. Über das Leben Robert Franklin Stroud wurde 1962 sogar ein Film gedreht mit dem Titel "Der Gefangene von Alcatraz" (Birdman of Alcatraz) mit Burt Lancaster und Karl Malden in den Hauptrollen. Robert Franklin Stroud lebte, sofern ich richtig gerechnet habe, 17 Jahre in Alcatraz, insgesamt war er 54 Jahre in Haft. Den Film "Der Gefangene von Alcatraz", der ein Jahr vor seinem Ableben gedreht wurde, hat er nie gesehen, es wurde ihm nicht gestattet, den Film zu sehen.
Bevor Alcatraz 1934 zu einem der bekanntesten und berüchtigsten Hochsicherheitsgefängnis der USA wurde, fungierte die Insel als Fort, in dem es allerdings auch schon ein Gefängnis gab. Im Jahre 1963 wurde Alcatraz als Hochsicherheitsgefängnis aus finanziellen Gründen aufgegeben.

Gefängniszelle auf Alcatraz
Für mich gehört Alcatraz zu den erschreckensten Beispielen, wie unmenschlich mit Häftlingen umgegangen wurde. Wenn man heute als Besucher durch die Gänge an den vielen "offenen" fensterlosen Zellen vorbeigeht, muss es jeden Menschen grausen.

"Offen", weil es dort zum Gang hin nur Gitterstäbe, aber keine Wände mit Türen gibt. Es sind alles Einzelzellen, aber man hatte keinerlei Privatsphäre,  selbst die Toilettengänge fanden mehr oder weniger öffentlich statt. Zu besichtigen sind dort auch die Kammern mit Türen aber ohne jegliches Licht. Hier kann man nur ahnen, wozu es diese Kammern gab.

Es hat wohl auch einige Fluchtversuche gegeben. Die meisten geflohenen Häftlinge konnten sofort wieder dingfest gemacht werden, bevor sie auch nur die Chance hatte, auch nur mit einem Fuß die Insel zu verlassen. Andere wiederum wurden auf der Flucht erschossen und von einigen fehlt bis heute jede Spur, wobei man davon ausgeht, dass diese Menschen im kalten Wasser und bedingt durch die starke Strömung in der Bucht ertrunken sind. Von der San Francisco zugewandten Spitze der Insel Alcatraz bis zum nächst-gelegenen Ufer in San Francisco sind es tatsächlich nur 1,5 km, aber aufgrund der gefährlichen Strömung in der Bucht und der niedrigen Wassertemperatur erscheint diese Distanz wie ein unüberbrückbares Hindernis. Letztlich ist aber bis heute nicht bekannt, ob irgendein Häftling es tatsächlich geschafft hat, die Insel lebend zu verlassen.

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nachfolgend 9 Fotos von Alcatraz

Dragon Gate Chinatown San Francisco

Chinatown
Chinatown in San Francisco ist einfach nur faszinierend. Ich habe schon einige Chinatowns in den USA gesehen, kaum ein anderes Chinatown wirkt so echt, so interessant, wie das in San Francisco. Nicht einmal New York's Chinatown kann da auch nur annähernd mithalten. Allein um sich Chinatown anzusehen, braucht man schon mehrere Stunden, wenn nicht sogar einen ganzen Tag.

Kaum in einem anderen Viertel von San Francisco sind so viele Shops und Restaurants auf so engem Raum, wie in Chinatown. Ganze Straßenzüge erwecken vom Baustil und von der Dekoration der
Häuser den Eindruck, als sei man nicht in San Francisco, sondern in einer Stadt in China. Dass dieses Chinatown das größe Chinatown in den USA ist, kann man schon deshalb vermuten, weil hier über 100.000 Menschen chinesischen Ursprungs leben.  Man vermutet allerdings auch, dass hier sehr viele illegale Einwanderer aus dem asiatischen Raum leben. Bei der Größe des Viertels wird es sich aber niemals mehr herausstellen, ob und wer legal eingereist ist und wer nicht. Chinatown San Francisco wurde etwa 1850 gegründet, durch das große Erdbeben von 1906 komplett zerstört und wieder neu unter Berücksichtigung des chinesischen Baustils aufgebaut. Dass hier viele Menschen versuchen, ihre ursprüngliche Identität zu bewahren, kann man leicht schon dadurch bestätigt finden, wenn man einen Blick durch die durchaus offenen Fenster einiger chinesisher Küchen wirft - als ich mal die Gelegenheit hatte, einige Blicke in chinesische Küchen zu werfen, sah ich Pappkartons mit lebenden Kröten und anderem Getier und es war klar, dass es sicherlich nur noch eine kurze Zeit dauern würde, bis diese Tiere in den Kochtöpfen verschwinden würden und - das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich mit dem Finger auf diese Küchen zeige-, ich will's mal so sagen - unser Gesundheitsamt würde die Ärmel hochkrempen und sagen 'packen wir's an'. Das waren Restaurants, die augenscheinlich sehr überwiegend nur von der asiatischen Bevölkerung besucht wurden. Es gibt aber auch andere Restaurants, die einen ganz anderen, wesentlich gepflegteren Eindruck erwecken. Hier finden sich weniger asiatische Gäste ein, dafür mehr europäisch aussehende Gäste.
Beim Schlendern durch das Viertel hört man auch an vielen Ecken aus Lautsprechern vieler Shops und Restaurants typisch chinesische Musik. Das vermittelte zumindest mir das Gefühl, mich nicht nur optisch, sondern auch akustisch und damit fast tatsächlich in China aufzuhalten. Viele Shops mit allem nur erdenklichen Krimskram säumen die Straßen und wenn man möchte, kann man hier echte chinesische Kleinkunstwaren oder auch in China hergestellte (wo sonst) Massenwaren käuflich erwerben.

Falls das jetzt alles zu kritisch klingt - soll es gar nicht, zumindest ist es nicht negativ gemeint. Es ist halt eine andere, eigene Welt und wenn man sie betritt, muss man sie akzeptieren. Man kann sie ja wenigstens bestaunen, man muss ja nicht aktiv mitmachen, also nicht unbedingt in ein typisch chinesisches Restaurant (in das mit den lebenden Krötern etc.) gehen, oder in irgendeinem Touristenandenkenshop wertlosen Ramsch kaufen, sondern es einfach still genießen und die Musik, die Düfte und das Optische in sich aufnehmen.

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nachfolgend 15 Fotos von Chinatown


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